Drei Präsidenten im KUBUS
Meldung vom 27.09.2010

Drei Präsidenten im KUBUS

Vor dem KUBUS eng umschlungen: die Parlamentspräsidenten László Kövér, Norbert Lammert und Mehmet Ali Şahin. Download (6.1 MB)

Das hellgraue Banner des Deutschen Bundestages verdeckt die Scheibe des KUBUS-Cafés. Davor sitzen Bundestagspräsident Norbert Lammert und seine Amtskollegen aus der Türkei und Ungarn, die Parlamentspräsidenten Mehmet Ali Şahin und László Kövér (nebst Dolmetschern) und stehen der internationalen Presse Rede und Antwort.

Vorläufiges Fazit des Kulturhaupstadtjahrs

Die ist am Nachmittag des 25. September reichlich gekommen; allein ein gutes Dutzend Medienvertreter aus der Türkei füllt die Reihen des kleinen Cafés im neuesten Ausstellungsgebäude der Ruhr-Universität, das zu Situation Kunst gehört. Zuvor haben die drei Parlamentspräsidenten zusammen u.a. mit RUB-Rektor Prof. Elmar Weiler im Tagungsraum des KUBUS ein vorläufiges Fazit des Kulturhauptstadtjahres für die Projekte Ruhr 2010, Istanbul und Pécs gezogen.
„Die drei Kulturhauptstädte Europas 2010 sind jede für sich eine Metropole bzw. eine Städteregion, auf dem Wege sich selbst neu zu finden und dazu beizutragen, Europa eine Seele zu geben“, erklären Lammert, Şahin und Kövér auf der Pressekonferenz. Die Programme und Kooperationen trügen zur „Herausbildung einer kulturellen Identität in einem europäischen Rahmen“ bei. „Sie fördern durch den Austausch zwischen den Kulturen die sprachliche, religiöse und kulturelle Vielfalt, die als Bereicherung der Gesellschaften empfunden wird.“

Das dritte Treffen dieser Art

Die trilaterale Zusammenkunft vom 24./25. September 2010 in Essen und Bochum ist bereits das dritte Treffen dieser Art im Rahmen der Europäischen Kulturhauptjahr 2010. 2008 hat man sich in Pecs getroffen und 2009 in Istanbul. Bereits 2006 hatten die drei nationalen Parlamente eine enge Zusammenarbeit für das Kulturhauptstadtjahr vereinbart. Aus den staatlichen Haushalten sind für Projekte und Veranstaltungen im Kulturhauptstadtjahr 2010 weit über 100 Mio. Euro, darüber hinaus für Investitionen in die Erweiterung und Modernisierung der kulturellen Infrastruktur mehrere 100 Mio. Euro zur Verfügung gestellt worden. „Hier ist handfest einiges bewegt worden“, sagt Norbert Lammert. „Unsere Parlamente haben dazu beigetragen, dass dieses Jahr nicht nur eine Serie von eindrucksvollen Veranstaltungen in den drei Städten wird, sondern dass dieses Jahr einen nachhaltigen Beitrag zur kulturellen Entwicklung leistet.“

Vollgepackt mit Ruhrgebietskultur

Viel Zeit für die Presse haben die drei Parlamentspräsidenten an diesem Nachmittag allerdings nicht, denn das trilaterale Treffen ist vollgepackt mit Ruhrgebietskultur. Allein am Samstag ist man zuvor bereits auf Zeche Zollverein inkl. Ruhrmuseum gewesen, dazu im Essener Dom mitsamt Bischofsaudienz und in Situation Kunst. Und für den Abend wartet noch die Welturaufführung des Musiktheaterstückes „Gisela“ in Gladbeck.

PK im Kubus

Bei der Pressekonferenz. (v.l.) Sahin, Lammert und Kövér, flankiert von Dolmetschern.
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Norbert Lammert

Bitte einmal für die Ruhr-Uni lächeln: „Ja, gern doch“, sagt Norbert Lammert.
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Gruppenbild mit Rektor

Augen zu, aber hellwach: Dr. Silke von Berswordt-Wallrabe (Stiftung Situation Kunst) plaudert mit Rektor Elmar Weiler und Parlamentspräsident Mehmet Ali Şahin (unterstützt von Dolmetscherin Sema Yesiltepeli).
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