Warum Fische im Eismeer nicht einfrieren
Meldung vom 23.08.2010

Warum Fische im Eismeer nicht einfrieren

Der Fisch Macropteris maculatus aus dem McMurdo-Sund in der Antarktis. Oben die schematische Struktur des Gefrierschutzproteins mit der erweiterten Hydrathülle. Download (47.9 kB)

Bochumer Forscher haben herausgefunden, wie der natürliche Frostschutz funktioniert, der Fische im Eismeer vor dem Erfrieren schützt. Sie konnten beobachten, dass ein Gefrierschutzprotein im Fischblut die Wassermoleküle in seiner Umgebung so verändert, dass ein Ausfrieren unmöglich wird und das Ganze flüssig bleibt. Dabei besteht zwischen Protein und Wasser keine chemische Bindung – die Anwesenheit des Proteins genügt.

Top 5% im renommierten Journal

Gemeinsam mit Kooperationspartnern aus den USA beschreiben die Forscher um Prof. Dr. Martina Havenith-Newen (Physikalische Chemie II der RUB) ihre Entdeckung in einer sog. Rapid Communication in der renommiertesten amerikanischen Chemiezeitschrift, dem Journal of the American Chemical Society (JACS). Die unabhängigen Gutachter des Journals werteten die Arbeit als eine der besten 5% aller Einsendungen.

Weitere Informationen
http://aktuell.ruhr-uni-bochum.de/pm2010/pm00250.html.de