Unter Verdacht: Schmerzmittel Ziconotid könnte Suizidneigung steigern
Meldung vom 23.11.2010

Unter Verdacht: Schmerzmittel Ziconotid könnte Suizidneigung steigern

Der Wirkstoff Ziconotid, das synthetisch hergestellte Gift der Meeresschnecke Conus magus, wurde bei seiner Einführung vor sechs Jahren als sichere Alternative zu Morphin gefeiert. Jetzt gerät es zunehmend in Verdacht, bei Patienten Suizide auszulösen.

Veröffentlichung in PAIN

RUB-Forscher um Prof. Dr. Christoph Maier (Leiter Schmerzambulanz RUB-Klinikum Bergmannsheil) vermuten, dass Ziconotid nicht nur die Weiterleitung von Schmerzreizen hemmt, sondern dabei auch die Stimmung verschlechtern und gleichzeitig Ängste und Impulskontrolle reduzieren könnte. Diese Mechanismen könnten bei Gefährdeten Suizide begünstigen. Die Forscher raten zu sorgfältiger Diagnostik und Überwachung des psychischen Zustands der mit Ziconotid behandelten Patienten. Sie berichten im Journal „PAIN“.

Weitere Informationen
http://aktuell.ruhr-uni-bochum.de/pm2010/pm00391.html.de