Literaturwunder Ruhr
Meldung vom 10.12.2010

Literaturwunder Ruhr

„Literaturwunder Ruhr“ heißt ein Band, der jetzt von RUB-Forscher Gerhard Rupp, Hanneliese Palm und Julika Vorberg im Klartext-Verlag herausgegeben wurde. Er fasst die Beiträge der gleichnamigen Tagung im Haus der Geschichte des Ruhrgebiets Ende 2009 zusammen und zeigt in zahlreichen Beiträgen, dass es sich beim Ruhrgebiet längst nicht mehr um eine reine Industrieregion handelt. Parallel zum industriellen Wandel hat sich im Ruhrgebiet ein kultureller und literarischer Strukturwandel vollzogen, der sich im Aufkommen einer neuen Ruhrgebietsliteratur besonders deutlich abzeichnet.

Wissenschaftler und Kulturschaffende

Die Beiträge des Bandes befassen sich mit der Wahrnehmung des Ruhrgebiets in der Literatur und mit dem Forschungsstand zur hiesigen Gegenwartsliteratur. Es werden gegenwärtige und perspektivische Möglichkeiten der Vermittlung und Förderung von Literatur in der Region beleuchtet. Neben Autoren der neuen Ruhrgebietsliteratur kommen auch Kulturschaffende zu Wort, die sich mit dem Potenzial dieser auch interkulturell geprägten Literatur auseinandersetzen. Literaturwissenschaftler/innen aus der Region, aber auch aus dem europäischen Ausland untersuchen die aktuellste Literatur mit besonderem Blick auf (neue) Formen, Strukturen und Muster.

Schwerpunkt: Migranten

Einen Schwerpunkt bildet die Literatur von Migranten und Migrantinnen, die an der Arbeitswelt und der Kultur an der Ruhr immer einen besonderen Anteil hatten. Zum Ausklang des Kulturhauptstadtjahres 2010 bietet das neu erscheinende Buch "Literaturwunder Ruhr" eine ideale Grundlage, um die – aufgrund der geschichtlichen Entwicklung der Region – ganz eigene Entwicklung der Literatur des Ruhrgebiets zu reflektieren.