„Hands on“

„Hands on“

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Die Lehre der Zukunft in den Blick genommen: Die Veranstalter der Tagung „Teaching is touching the future: from vision to practice“ an der RUB ziehen ein sehr positives Fazit. 150 Teilnehmer aus sieben Ländern diskutierten Visionen für die Lehre der Zukunft und insbesondere, wie diese Visionen zur Praxis werden können.

„Forschung ist und bleibt auf Vermittlung angelegt – und die Fähigkeit zu forschen ist defizitär, wenn sie nicht die Fähigkeit und die Bereitschaft zur Kommunikation der Ergebnisse und ihrer Bedeutung einschließt.“ So brachte Prof. Hans N. Weiler von der Stanford University ein zentrales Thema der Bochumer Tagung „Teaching is touching the future: from vision to practice“ auf den Punkt. Prof. Martina Havenith-Newen (Ruhr-Universität Bochum) zeigte, wie sich dies in einem Studiengang umsetzen lässt. Sie stellte den neuen internationalen Masterstudiengang „Molecular Sciences and Simulation“ vor. „Hands on“, lautet eine Ihrer Forderungen, und sie setzte dies auch gleich in die Praxis um, indem Sie den Tagungsteilnehmern ein Prisma in die Hand drückte um die Spektralfarben der Raumbeleuchtung zu untersuchen.

Forschen zu können, ist eben nicht nur für zukünftige Forscher wichtig, sondern eine entscheidende Fähigkeit in zahlreichen Berufen, so der Tenor. Forschen praktisch zu lernen ist damit auch für den berufsqualifizierenden Bachelorstudiengang relevant. Die RUB ist hier mit ihrem Leitbild Lehre auf einem guten Weg und ein positives Beispiel dafür, der Lehre mehr Gewicht zu verliehen.

150 Teilnehmer aus sieben Ländern diskutierten am 6. und 7. Juni 2011 Visionen für die Lehre der Zukunft und insbesondere, wie diese Visionen zur Praxis werden können. Das Rektorat der RUB hatte zur internationalen Lehre-Tagung eingeladen. Zahlreiche Experten aus dem In- und Ausland waren dem gefolgt, zum Beispiel der renommierte Erziehungswissenschaftler Hans N. Weiler, Prof. John Dickens von der Loughborough University, Prof. Mitchell Ash von der Universität Wien sowie Dr. Ramon Puras vom Amsterdam University College. Das ambitionierte Programm forderte engagierte Mitarbeit von den Teilnehmern – und genau das taten diese dann auch. Neben Vorträgen galt es in Workshops und Transfer-AGs tief in die Thematik einzusteigen.

Grundlage der Workshops waren zahlreiche Praxisbeispiele, die eindrucksvoll die große Bandbreite gelungener Lehre abbildeten. Daneben ging es in den Workshops darum, Herausforderungen in der Praxis ausfindig zu machen. Wie wird aus einer Vision Praxis und aus einem einzelnen Projekt von vielen Lehrenden getragene Alltagspraxis? Die Antworten hierauf reichten von weitreichender Partizipation über die Verortung von Verantwortung an der richtigen Stelle bis zu gezielten Anreizen. So wurde das Ziel der Tagung dann auch eingelöst: Den Austausch zwischen Lehrenden, Studierenden sowie allen weiteren Beteiligten, die an der Weiterentwicklung von Studium und Lehre arbeiten, voranzutreiben und ein Forum zur Verbreitung guter Praxis zu schaffen.

Mit großem Einsatz und Engagement erarbeiteten die Tagungsteilnehmer und Teilnehmerinnen erfolgsversprechende Strategien für die Umsetzung von Visionen. Diese Ergebnisse, die Praxisbeispiele und Impressionen von der Tagung stehen in Kürze im Internet unter:

http://www.rub.de/visionary-teaching

Geht es nach den Veranstaltern – RUB-Rektor Prof. Elmar Weiler und Prof. Uta Wilkens, Prorektorin für Lehre – so war die Bochumer Tagung der Auftakt zu einer Tagungsreihe, um sich regelmäßig über gelungene Beispiele, Projekte und Konzepte aus der Lehre auszutauschen.

Text: Dorothea Offele-Gieselmann / Frank Wissing | Redaktion: Jens Wylkop

Fotos: Frank Wissing

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Prof. Hans N. Weiler



Tagung an der RUB



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