Zweidimensionales Lernen

Zweidimensionales Lernen

26.09.2011

Das Betrachten zweidimensionaler Raumbilder, wie sie etwa in Computerspielen auftreten, beeinflusst die Verbindungsstärken von Nervenzellen im Gehirn nachhaltig. Das berichten Prof. Dr. Denise Manahan-Vaughan und Anne Kemp aus der RUB-Abteilung für Neurophysiologie in Cerebral Cortex.

Computerbilder verändern Nervenzellverbindungen nachhaltig

In einer Hirnstruktur, die eine wichtige Rolle für das Langzeitgedächtnis spielt (Hippocampus), beobachteten sie eine Veränderung in der Kommunikation der Nervenzellen, wenn sie Ratten neue Umgebungen auf einem Computerbildschirm präsentierten. Somit zeigten die Forscherinnen zum ersten Mal, dass eine aktive Erkundung der Umgebung für diesen Effekt nicht erforderlich ist. „Unsere Ergebnisse helfen zu verstehen, in welchem Ausmaß das digitale Lernen im Gehirn mit dem Lernen in der realen Umwelt konkurriert“, so Manahan-Vaughan. „Das ist zum Beispiel interessant, um neue Strategien für die Nutzung digitaler Medien in der Schule zu entwickeln. Solche Strategien können nützlich sein, wenn Kinder wenig Interesse an herkömmlichen Lehrmethoden zeigen.“

Weitere Informationen
http://aktuell.ruhr-uni-bochum.de/pm2011/pm00293.html.de