Der perfekte Klon: Forscher knacken RFID-Chips
Profis halten ein Stethoskop an den Safe, um über das charakteristische Einrasten die richtige Zahlenkombination zu erkennen. Wissenschaftler der RUB hebeln den Sicherheitsmechanismus einer weltweit genutzten kontaktlosen Chipkartentechnik auf ganz ähnliche Art und Weise aus. Mittels "Seitenkanalanalyse" können die Forscher Chipkarten klonen, die millionenfach für Sicherheit sorgen sollen.
Schlüssel vollständig ausgelesen
Als Passagier, Mitarbeiter oder Kunde weisen sich Personen aus, indem sie ihre Karte mit RFID-Chip kurz vor ein Lesegerät halten. Als sicher gilt das System durch den Schlüssel im Inneren des integrierten Funkchips. Doch ebenso wie der Schließmechanismus am Banktresor nicht lautlos funktioniert, hinterlässt auch dieses Verfahren deutliche Spuren. „Wir haben den Stromverbrauch des Chips beim Ver- und Entschlüsseln mit einer kleinen Sonde gemessen“, berichtet David Oswald vom Lehrstuhl für Eingebettete Sicherheit. Die Veränderungen im Magnetfeld sind so aufschlussreich, dass die Bochumer Forscher den 112-Bit-Schlüssel vollständig auslesen konnten.
Weitere Informationen
http://aktuell.ruhr-uni-bochum.de/pm2011/pm00350.html.de


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