Quantensprung in der Doktorandenausbildung

Quantensprung in der Doktorandenausbildung

Bis 2001 war es für deutsche Doktoranden üblich, mit dem Doktorvater im stillen Kämmerlein zu sitzen und die Doktorarbeit zu besprechen. Kontakte zu anderen Doktoranden, ein Blick über den Tellerrand, Vernetzung? Fehlanzeige! Das änderte sich komplett, als die NRW-Landesregierung 2001 ein Programm zur strukturierten Doktorandenausbildung auflegte und Graduate Schools gründete. Am 18. November 2011 feiern sechs NRW-Graduate Schools der ersten Stunde ihr zehnjähriges Bestehen, darunter die International Graduate School of Neuroscience der Ruhr-Universität sowie zwei weitere Graduiertenschulen, an denen die RUB beteiligt ist.

Mit den besten Köpfen

Insgesamt sieben NRW-Graduate Schools setzten sich 2001 in einem kompetitiven Ausschreibungsverfahren durch. Sie gelten als Vorreiter der strukturierten Doktorandenausbildung in Deutschland und gehören inzwischen zu einer weltweit anerkannten Spitzengruppe. Obwohl aus unterschiedlichen Disziplinen kommend, haben sie Gemeinsamkeiten in der Ausbildung: So sprechen alle Graduiertenschulen weltweit die besten und talentiertesten Köpfe auf ihrem Gebiet an und holen in einem strengen Auswahlverfahren Know-how und Talent nach NRW. Zudem zeichnet sich die Gruppe durch eine hervorragende Zusammenarbeit aus, die nicht selbstverständlich ist unter konkurrierenden Hochschulen. So luden die NRW Graduate Schools 2007 den Dalai Lama nach NRW ein und boten ihren Doktoranden einen unvergesslichen Austausch mit dem geistigen Oberhaupt der Tibeter über Ethik in der Wissenschaft.