Das Fremde in Deutschland
In der Geschichte Deutschlands klaffte ein Loch. Während viele Nationen in den letzten Jahrzehnten intensiv Völkerkunde betrieben, war über die Ethnologie in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg wenig bekannt. Diese Lücke schloss Prof. Dr. Dieter Haller mit seinem Werk „Die Suche nach dem Fremden“, das im März im Campus-Verlag erschienen ist.
Ethnologie ohne Gesicht
"Der Ethnologie in Deutschland fehlt das öffentliche Gesicht“, stellt Haller fest. Anders als zum Beispiel in Großbritannien oder den Vereinigten Staaten wurde die Völkerkunde in den letzten 65 Jahren in der Bundesrepublik kaum beachtet und hatte so gut wie keinen Einfluss auf politische oder gesellschaftliche Debatten. In seinem Werk zeichnet Haller ein ausführliches Bild der Ethnologie, das in den Trümmern der Nachkriegszeit beginnt, die radikalen Veränderungen durch die 68er-Bewegung verdeutlicht und bis zur Wende reicht. Zusätzlich behandelt er kurz die Jahre nach 1990 sowie die Anfänge der Ethnologie am Ende des 19. Jahrhunderts.
Weitere Informationen
http://aktuell.ruhr-uni-bochum.de/pm2012/pm00112.html.de


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