KUBUS – ungewöhnlicher Neubau in alter Ruine

RUB » Pressestelle » Presseinformationen » Kategorie Campus » Presseinformation 137
Nummer 137 - Bochum, 05.05.2010

KUBUS – ungewöhnlicher Neubau in alter Ruine

RUB bekommt Erweiterungsgebäude von Situation Kunst geschenkt

Erste Ausstellung widmet sich Landschaftsbildern der letzten 400 Jahre

Auf dem Campus wird eifrig gebaut, doch nun hat die Ruhr-Universität Bochum auch außerhalb des Unigeländes ein nagelneues Gebäude bekommen. Am 8. Mai um zwölf Uhr mittags können erstmals Besucher in den Kubus gehen, den neuen, mit grünlichem Glas verkleideten Erweiterungsbau von Situation Kunst (und Teil der RUB-Kunstsammlungen). Der Kubus wurde in die Ruine des historischen Hauses Weitmar hinein gebaut. Er ist auch ein Beitrag der RUB zur RUHR2010. Die Ausstellung zur Eröffnung widmet sich Landschaftsbildern der letzten rund 400 Jahre.

Beitrag der RUB zu RUHR.2010

Der nach Plänen des Architekturbüros Pfeiffer, Ellermann und Preckel aus Münster errichtete Kubus bietet auf einer Fläche von etwa 1.200 qm (verteilt auf vier Geschosse) Raum für Wechselausstellungen sowie für Veranstaltungen; daneben beherbergt er Büros, ein Lager mit Rahmen- und Restaurierungswerkstatt, Gäste-Apartments für Künstler und Wissenschaftler aus aller Welt sowie ein kleines Bistro. Zudem ist der Kubus Teil des Projekts „Mapping the Region“ der 20 RuhrKunstMuseen und somit ein Beitrag der RUB zu RUHR.2010. Der Kubus wurde mit Fördermitteln der EU, der Landesregierung NRW sowie mit Mitteln der Stadt Bochum und der Stiftung Situation Kunst realisiert. Gekostet hat die Realisierung rund 3 Mio. €. Vorab wurde bereits ein Teil des Parkgeländes von der Eigentümerfamilie an die Stiftung Situation Kunst – und damit an die Öffentlichkeit – geschenkt.

160 Werke in zwei Teilen

Zeitgleich mit der Einweihung wird die erste Ausstellung eröffnet: „Weltsichten. Landschaft in der Kunst seit dem 17. Jahrhundert“. Teil Eins (8.5.-5.9.) befasst sich mit Malerei. Es beginnt mit Werken der holländischen/flämischen Landschaftsmalerei des 17. Jahrhunderts, in der sich ein zunehmendes Bewusstsein für die erlebte und erlebbare Umwelt abzeichnet, und endet in der Gegenwart. Nach den Krisen und Katastrophen des 20. Jahrhunderts und angesichts der globalen Bedrohung der Umwelt scheint nur noch ein indirekter, gebrochener Blick auf Landschaft möglich. Dieser desillusionierte Blick lässt Entwicklungen vergangener Epochen wiederum in neuem Licht erscheinen und kann neue Sichtweisen eröffnen. Teil 2 (4.9.-21.11.) wird Fotos, Objekte und Videos zeigen. Anschließend wird die 160 Werke umfassende Ausstellung in Kiel, Wiesbaden, Chemnitz und Maastricht gezeigt.

Video-Sound-Installation

Ebenfalls am 8. Mai wird ein neuer Pavillon mit der Video-Sound-Installation „Overground“ von Marcellvs L. als Erweiterung des Ensembles von Situation Kunst eröffnet. Zugleich werden im Schlosspark Weitmar eine neue großformatige Betonskulptur von François Morellet sowie Stahlplastiken von David Rabinowitch und Giuseppe Spagnulo (jeweils als Dauerinstallation platziert) zu sehen sein.

Redaktion

Arne Dessaul
Pressestelle RUB

Weitere Informationen

Dr. Iris Poßegger, Kuratorin der Stiftung Situation Kunst, Nevelstraße 29c (Schlosspark Weitmar), 44795 Bochum, Tel. 0234-2988901, Fax 0234-2988902
info@situation-kunst.de

 

Angeklickt