Interdisziplinäre Promotion

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Nummer 41 - Bochum, 30.03.2016

Interdisziplinäre Promotion

Rund 5 Millionen Euro für zwei neue Fortschrittskollegs

Sicherheit im Cyberspace und Herausforderungen durch religiöse Vielfalt

Die Sicherheit im Cyberspace zu verbessern und die Herausforderungen durch religiöse Vielfalt zu meistern, sind die Ziele der neuen Promotionsprogramme.

Die Ruhr-Universität Bochum (RUB) leitet zwei von sechs neu bewilligten Fortschrittskollegs. Das nordrhein-westfälische Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung finanziert sie mit insgesamt knapp 5 Millionen über viereinhalb Jahre. Die Förderung der Promotionsprogramme „Schöne neue Welt: Sicherheit für Menschen im Cyberspace“ (2,72 Millionen Euro) und „Religiöse Pluralität und ihre Regulierung in der Region“ (2,1 Millionen Euro) startet im Juli 2016. Die Bochumer setzen sie gemeinsam mit Partnern aus Münster und Dortmund um.

Religionsvielfalt in Deutschland

Die religiöse Landschaft in Deutschland ändert sich schnell und grundlegend. Gründe sind unter anderem Zuwanderung, Flüchtlichtsströme und die zurückgehende Bedeutung der Kirchen in der deutschen Gesellschaft. Im Fortschrittskolleg „Religiöse Pluralität und ihre Regulierung in der Region“ (Replir) untersuchen Doktorandinnen und Doktoranden die Herausforderungen, die dieser Wandel für das friedliche Zusammenleben in der Gesellschaft mit sich bringt, besonders im Hinblick auf das Ruhrgebiet und Münsterland.

Prof. Dr. Volkhard Krech vom Centrum für Religionswissenschaftliche Studien der RUB ist Sprecher des Kollegs. Kooperationspartner aufseiten der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster ist das Centrum für Religion und Moderne unter Leitung des Politikwissenschaftlers Prof. Dr. Ulrich Willems.

Sicherheit im Cyberspace

Die vernetzte Informationstechnik hat in den vergangenen zwei Jahrzehnten nahezu alle Lebensbereiche durchdrungen; die Sicherheit im Cyberspace zu verbessern, stellt eine entscheidende gesellschaftliche Herausforderung dar. Bislang gibt es fast ausschließlich technische Lösungen dafür, die wissenschaftlich zwar teils sehr fortgeschritten sind, aber in der Praxis oft nicht den gewünschten Schutz bieten. Im Fortschrittskolleg „Sicherheit für Menschen im Cyberspace“ (Sec-Human) gehen Promovierende das Thema fächerübergreifend an, um alltagstaugliche Lösungen für eine grundlegend bessere Cyber-Sicherheit zu finden.

Prof. Dr. Christof Paar vom Bochumer Horst-Görtz-Institut für IT-Sicherheit ist Sprecher des Kollegs, für das die RUB mit der Technischen Universität Dortmund und der Fachhochschule Dortmund kooperiert. Neben den technisch-mathematischen Disziplinen sind an Sec-Human Wissenschaftler aus der Friedensforschung, Germanistik und Pädagogik sowie aus den Medienwissenschaften, Journalistik/Rechtswissenschaften und Sozialwissenschaften beteiligt.

Interdisziplinäre Doktorandenausbildung

Die Kollegs sind Teil der Forschungsstrategie „Fortschritt NRW“. Sie sind interdisziplinär ausgerichtet; Promovierende der Ingenieur- und Naturwissenschaften kommen mit Promovierenden der Geistes- und Gesellschaftswissenschaften zusammen sowie mit Praxispartnern, um zu den großen gesellschaftlichen Herausforderungen zu forschen: Klimaschutz, Energieeffizienz, demografischer Wandel, gesunde Ernährung, Mobilität sowie Sicherheit, Teilhabe und Zusammenhalt im gesellschaftlichen Wandel.

Redaktion

Dr. Julia Weiler
Dezernat Hochschulkommunikation

Weitere Informationen

Prof. Dr. Christof Paar, Fortschrittskolleg Sec-Human, Horst-Görtz-Institut für IT-Sicherheit, Ruhr-Universität Bochum, Tel.: 0234 32 22994
christof.paar@rub.de

Ulf Plessentin, Fortschrittskolleg Replir, Centrum für Religionswissenschaftliche Studien, Ruhr-Universität Bochum, Tel.: 0234 32 22056
ulf.plessentin@rub.de